Mittwoch, 23. September 2020

Meine Hamburger Schule

 

Eine persönliche Liebeserklärung

Gestern rannte ich in einen alten Bekannten. Frank Spilker heißt er, ist Sänger bei der Hamburger Band Die Sterne, und ich glaube nicht, dass er mich kennt. Und überhaupt war das mit dem Rennen auch eher so virtuell, youtube ist das Medium der Sozialen Distanz, und eben-da schleuderte es mich um rund 30 Jahre zurück in eine Zeit ungewöhnlicher Helden und großer Liebe.

Irgendwann zwichen Ende 1989 und Anfang 1990 brachte ich ein Vinyl-Doppelalbum nach hause: Geräusche für die 90er, ein Sampler verschiedener Bands des What's so funny about... Labels. Platte 1 begann mit einer Frühversion von dem hier:

Samstag, 30. Mai 2020

Rezept: Beef Lok Lak - Kambodscha ganz einfach

Der Einstieg in die kambodschanische Küche ist zweifellos Beef Lok Lak, es sehr einfach herzustellen und auch schnell gemacht, sozusagen Khmer Fast Food!

Das erste Mal bekam ich das serviert, als ich auf einer Geschäftsreise in Kambodscha an einem Tag eine Reise über das Land machte, um dort einige Leute zu treffen - das erste Mal nicht im zwar schmutzigen, aber insgesamt doch bequemen Pnom Penh. Um die Mittagszeit gingen wir dann in ein Restaurant - ein Haufen Tische und Stühle unter einem Dach aus Plane, windgeschützt zu den Seiten wieder durch Plane. Es gab, wie üblich, verschiedene Gerichte, aber eines mochte ich besonders: Rindfleisch mit einer Mischung aus Limettensaft und Pfeffer - Beef Lok Lak.

Beef Lok Lak selbstgemacht

Samstag, 28. Dezember 2019

Rezept: Fisch-Amok

Nach meinen Kambodscha-Reisen in diesem Jahr war für mich klar, dass ich, wenn ich etwas Zeit habe, ein paar der Gerichte, die ich dort kennen- und liebengelernt habe, selber zubereiten möchte.

Eine der größten Delikatessen ist das Fisch-Amok, das auch als eine Art Nationalspeise in Kambodscha gilt. Dabei handelt es sich um hellen Fisch (dort meist Wels) in einer sämigen Soße aus Kokoscreme, die einen facettenreichen und - je nach zugegebener Menge Chili - leicht pikanten Geschmack mit Elementen von Kokos, Citrus-Aromen und einigem mehr entwickelt.

Zwei Schalen Fisch-Amok mit Reis

Es gibt unzählige verschiedene Rezepte von Fisch-Amok, und jedes Restaurant bzw. jede Familie macht ihn auf ein wenig andere Art. Das folgende Rezept basiert auf Variationen, die ich in Büchern und dem Netz gefunden habe und das im Resultat in etwa so schmeckt, wie ich es in Kambodscha am liebsten esse. Die Zutaten sind mit Hilfe eines guten Asia-Supermarkts einigermaßen problemlos zu bekommen. Von der Menge werden je nach Hunger 3-4 Erwachsene satt. Die Zubereitung dauert alles in allem (inklusive des Garens) etwas mehr als eine Stunde.

Samstag, 21. Dezember 2019

Briefe an das Goethe Institut: das Gendersternchen

Das Goethe-Institut gendert, sowohl in der Außendarstellung als auch in der Kommunikation. Dabei verwendet die Institution, zu der Menschen im Ausland kommen, um die deutsche Sprache zu lernen, das Gendersternchen, welches nach aktuellen deutschen Schreibregeln schlichtweg falsch ist.


Freitag, 26. April 2019

Es darf wieder gewählt werden

Heute bekam ich Post von Carola Veit, die mich informieren - und ermutigen - wollte, bei den Wahlen für das Europäische Parlament und die Hamburger Bezirksversammlung meine Stimme abzugeben. Das sah dann so aus:

Beim Lesen des Textes bekam ich das Gefühl, ich sei in Hannover oder Gießen. Gut, wirklich wundern tut mich ja fast schon nichts mehr, aber muss man es deshalb akzeptieren?

Ich weiß wirklich nicht mehr, wen ich wählen soll. Ich habe nicht vor, mich für "Kandidierende" zu entscheiden, denn ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Menschen, die ständig mit Kandidieren beschäftigt sind, für meine Stadt bzw. meinen Bezirk irgendetwas Positives bewirken würden.

Gäbe es die Option für meinen Bezirk, würde ich wohl die PARTEI wählen. Meine Grünen sind ob dieses Sprachwahnsinns und der realitätsfernen Stadtteil-Umgestaltung für mich keine Option mehr. Rechts davon geht nicht. Links davon geht ebensowenig.

Ich werde noch wahnsinnig(ender)!!!

Freitag, 15. März 2019

Das Für und Wider der “gendergerechten” Sprache

Im Januar erreichte uns ein Bericht, dass seit dem 1. Januar 2019 der öffentliche Dienst in Hannover "gendergerechte Sprache" zu verwenden habe.

Der "kleine Unterschied": gefunden in einem Einkaufszentrum in Prag
Es heißt da u.a.:
Lehrer werden zu Lehrenden, Wähler zu Wählenden, Teilnehmer zu Personen - und aus dem Rednerpult wird das Redepult: Die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover setzt in Zukunft stärker auf Gendergerechtigkeit.
Der gesamte städtische Schriftverkehr, also E-Mails, Pressemitteilungen, Broschüren, Formulare, Flyer, Hausmitteilungen, Formulare, Rechtstexte und Briefe, werde von nun an in "geschlechtergerechter Verwaltungssprache" formuliert sein, wie eine Sprecherin der Stadt auf SPIEGEL-Anfrage bestätigte. Die neue Regelung gilt für die 11.000 Mitarbeiter der Stadt.

Dienstag, 4. Dezember 2018

MacOS "Mojavody"

I usually use my machine for work and communication (no game has ever been played on it), I do like some eye-candy. When I had my first Mac it was Snow Leopard - and, wow, that was an eye catcher. It was the same for all the big cats that followed.

Then came MacOS 10.10 "Yosemite" and with it came Apple's new design language, and that was all flat. I disliked it from the first day. So what was I to do? I loved my machine, had a productive working environment running on it, but hated to look at it? For Yosemite the solution was "Flavours2", a theming engine with a selection of fairly acceptable themes.

Safari on "Mojavody"

Samstag, 28. Juli 2018

Die Errichtung des Moskauer Patriarchats

Höhlenkloster Kyiv, Quelle: Wikipedia, Lizenz: Creative Commons
Aktuell wird ja eine mögliche Autokephalie der ukrainischen Orthodoxen Kirche diskutiert und auch von manchen als realistisch betrachtet, nachdem der Ökumenische Patriarch Bartholomäus von Konstantinopel erklärt hatte, dieses Ansinnen wohlwollend zu betrachten.

Die orthodoxe Kirche des Kyiver Patriarchats war im Jahr 1686 aus der Zuständigkeit Konstantinopels gelöst und dem Moskauer Patriarchat - also der russischen Staatskirche - untergeordnet worden [1]. Mit der Unabhängigkeit der Ukraine entstanden in der Ukraine zwei von Moskau unabhängige orthodoxe Kirchen [2], [3], die beide als nicht kanonisch anerkannt sind - weswegen man sich eben um die Erteilung des Status der Autokephalie bemüht.

Aus der Richtung russischer Kirchen- und Regierungskreise wird gegen diese Bemühungen aus allen Rohren geschossen - das Moskauer Patriarchat sei die einzig legitime Kirche für die Ukraine, und das müsse und könne auch nur so bleiben.

Bei all den kirchenrechtlichen Verwicklungen, über die gern die Experten entscheiden sollen (oder auch nicht), ist es dennoch interessant, wie eigentlich damals die Kirche des damals eher provinziellen Moskau zu ihrem Patriarchen kam.

Hier sind einige Quellen, die das ein wenig beleuchten.

Mittwoch, 25. Juli 2018

Wenn reboot -f versagt...

Auch Linuxe können mal komplett vermurkst sein (Zombie-Prozesse, die sich nicht beenden lassen etc.). Das kann bis zu dem Punkt gehen, wo ein reboot -f keinen Effekt hat.
Solange man noch eine Shell hat, muss man aber dennoch nicht aufstehen, um einen Neustart zu erzwingen:
echo 1 > /proc/sys/kernel/sysrq
echo b > /proc/sysrq-trigger
So. Auch das ist persistiert :)

Samstag, 9. Juni 2018

Gendern - demokratische Pflicht?

Kürzlich stieß ich über die sozialen Netze auf einen Artikel von Henning Lobin und Damaris Nübling in der Süddeutschen, in dem anlässlich eines am 8. Juni vom Deutschen Rechtsschreibrat diskutierten Vorschlags des Landes Berlin zur Einführung des Gendersternchens in die deutsche Rechtschreibnorm[1] die Autoren leidenschaftlich für "geschlechtergerechte Schreibung" eintraten.


Hier heißt es u.a., dass wer die Gleichstellung der Geschlechter wolle, sie auch beide [explizit] ansprechen müsse. Neben dem in diesem Kontext leider schon obligatorischen Verweis auf Vorstöße der AfD gegen das sprachliche Gendern wird anhand einiger Beispiele zu beweisen versucht, dass die Trennung von grammatischen vom biologischen Geschlecht, die dem generischen Maskulinum zugrunde liege, falsch sei und die Sprache auch in diesem speziellen Kontext die Wahrnehmung des Menschen "lenke".

Freitag, 18. Mai 2018

Centralised Logging with EFK and hot/warm in Kubernetes

Everybody is talking about centralised logging these days, and most seem to agree that EFK (Elasticsearch, Fluentd, Kibana) is a good combination for accomplishing this. The Kubernetes repo on github contains something to start and play with, but it is far from production-ready:
  1. The Kibana version used there is rather old
  2. Elasticsearch is not production-ready (single node instance, no decoupling of resource-hungry indexing and long-term, read-only storage)
While (1) can be overcome rather easily, (2) poses a bit more of a challenge - how can we create a production-ready Elasticsearch service using Kubernetes? The Elasticsearch folks propose the so-called "hot/warm" architecture for addressing this:
  • "hot" nodes running on fast and expensive hardware (fast CPUs, lots of memory, SSDs) do all the indexing of anything coming in. 
  • All data older than a configurable period of time is moved to so-called "warm" nodes running on potentially slower and less expensive hardware with large disks (usually HDDs). No indexing takes place here, data is kept read-only for queries only.

Dienstag, 26. September 2017

JMeter-CSV, logische Transaktionen aus mehreren Requests, die Shell und ich.

Lösung:
( grep -v '^timeStamp' results.csv | awk --field-separator=';' '{ print $6";"$1";"$2";"$3 }' \
| sort | while read a; do OP=`echo "$a" | cut -d ';' -f 4`; TS=`echo "$a" | cut -d ';' -f 2`; \
TM=`echo "$a" | cut -d ';' -f 3`; if [ "$OP" = getConfiguration ]; then echo '`'; echo -n \
"$TS \`expr $TM"; else echo -n " + $TM"; fi; done | grep -v '^`' | tr -d '\n' ; echo '`' ) | \
while read b; do eval "echo $b"; done | sort >transaction-timings.dat

Versuch, das lesbar zu machen...
( grep -v '^timeStamp' results.csv \
    | awk --field-separator=';' '{ print $6";"$1";"$2";"$3 }' \
    | sort \
    | while read a; do \
        OP=`echo "$a" | cut -d ';' -f 4`; \
        TS=`echo "$a" | cut -d ';' -f 2`; \
        TM=`echo "$a" | cut -d ';' -f 3`; \
        if [ "$OP" = getConfiguration ]; then \
            echo '`'; \
            echo -n "$TS \`expr $TM"; \
        else \
            echo -n " + $TM"; \
        fi; \
    done \
        | grep -v '^`' \
        | tr -d '\n'; \
        echo '`' ) \
        | while read b; do \
            eval "echo $b"; \
          done \
              | sort >transaction-timings.dat

Freitag, 3. März 2017

Shell-Funktion des Tages: gitp

Musste gerade sein:
gitp() {
        test -n "$1" || { git; return 1; }
        ARG1=$1
        shift
        git p$ARG1 "$@"
}

Freitag, 17. Februar 2017

Noch etwas Nostalgisches: Intel 5100 "shiloh" WLAN-Karte mit OS/2

Für meine OS/2-Installation hatte ich seinerzeit ein Thinkpad t500 auf ebay erstanden. Die Installation war grundsätzlich problemlos, allerdings gelang es mir zunächst nicht, das gute Stück an den WLAN zu bekommen, weil es keinen "stabilen" Treiber für die verbaute Intel 5100 "shiloh" gibt.
Nachdem ich einen Artikel des Blonde Guy gefunden hatte, der beschrieb, wie man genau dieses Modell doch zum Laufen bringt, also machte ich mich noch einmal an die Arbeit.

Am Ende hat es - zumindest einigermaßen -  funktioniert. Wirklich stabil ist es leider nicht, hin und wieder ist mir das System mit einem TRAP C um die Ohren geflogen. Dank JFS ist das zum Glück heute kein großes Drama mehr (allerdings sollte man nicht die Gefahr einer durch beim Absturz offene INI-Dateien unterschätzen, die einem die WPS komplett unbrauchbar machen kann [1]). Das habe ich nun gemacht:

Freitag, 27. Januar 2017

Früher war alles besser: Common Desktop Environment auf Linux

Rechter Monitor mit Panel und einer GTK2-App
Unter Linux bevorzuge ich Leichtes. Umgebungen wie Gnome oder KDE sind mir zu schwergewichtig und auch aus verschiedenen Gründen nicht wirklich sympathisch - die eine zu wenig auf meine Bedürfnisse anpassbar, die andere riecht zu sehr nach Redmond. Folglich bin ich seit vielen Jahren vorwiegend mit WindowMaker unterwegs (das dort verlinkte Theme "NeXT-Retro" ist übrigens immer noch in Benutzung), und in der letzten Zeit habe ich wieder verstärkt Gefallen an Enlightenment gefunden. Beide sind leicht, schnell und vollkommen konfigurierbar.

Eine dritte Option ist in der letzten Zeit aber auch noch dazu gekommen, quasi die Mutter aller Gnome und KDEs: Common Desktop Environment, kurz CDE, dessen Code vor einigen Jahren Open Source wurde und nun hinreichend alltagstauglich unter Linux ist. So kann man den zarten Retro-Charme der 90er Jahre genießen und sich sozusagen auf Augenhöhe mit Windows-Benutzern wähnen :)

Sonntag, 10. April 2016

Und abermals und erneut: DHL lässt uns zum Postamt rennen



Wieder einmal mussten wir einen Beschwerdebrief an DHL schreiben. Vielleicht wird uns eine arme Sau anrufen und sich entschuldigen, ändern wird aber so ein bemitleidenswerter Callcenter-Mitarbeiter nichts an dem, was die dort offenbar nicht in den Griff kriegen.

Dieses Mal ging es um Handzettel für unsere Veranstaltung nächste Woche. Die Vorlagen wurden nicht rechtzeitig fertig, und die Druckerei (empfehlenswert: WirMachenDruck) nannte uns einen Termin, der noch rechtzeitig war, aber eben auch nur knapp.

Ich war diese Woche auf Geschäftsreise, also ging die Sendung an N., die ohnehin auf der Türklingel vor mir genannt ist :)

Dienstag, 24. November 2015

My best shell script bug so far :)

Consider this Bourne shell script code:
if "$NEW_STATE" = "false"; then
    echo "Current failed."
fi
What's wrong with it?

I had this in a script and spent quite some time figuring out what was wrong as it kept writing "Current failed." though indeed nothing had failed. Having stared on it for several minutes, that piece of code seemed perfectly fine.

Again after some time and several trace and debug statements later I knew that the "$NEW_STATE" variable's value was indeed "true". So what was wrong?

Well, I had meant to write this:
if [ "$NEW_STATE" = "false" ]; then
    echo "Current failed."
fi
The shell does not evaluate expressions itself. It just calls commands, such like "test" (for which "[" is simply a copy, symlink or alias), but also "grep", "ls", "cp", whatever  you like. "true" is whatever returns 0.

Having forgotten the "[" I produced code that ran perfectly well - while just doing the opposite of what I had intended. Why did I not even get a syntax error, as the shell itself cannot handle string comparison itself?

The answer is simple: both "true" and "false" are commands themselves. Both take no arguments but don't complain either if any are given - arguments are just being ignored. My "$NEW_STATE" variable had a value of "true" because everything was fine. So my broken comparison expanded to this here:
if "true" = "false"; then
    echo "Current failed."
fi
The shell happily executes "true" which yields 0 (which is true for the shell) and does not bother to look at its arguments "= "false"". Good fun.

Mittwoch, 19. August 2015

DHL strikes again...

Wenn man denkt, es geht kaum noch schlimmer, wird man dann oft doch eines Besseren belehrt. Aus "Postamt" wurde "Empfänger unbekannt". Nachdem ich heute Morgen mit dem Versender telefoniert habe und der mir versicherte, die Adresse auf den Paket sei identisch mit der in der Auftragsbestätigung (und die ist korrekt), ging ein weiteres Schreiben an DHL heraus. Es spricht für sich:

Dienstag, 23. Dezember 2014

OS/2 lebt, aber es riecht manchmal schon nicht mehr so richtig gut

Alle Jahre wieder, in der Vorweihnachtszeit, wird mein OS/2-Laptop herausgeholt und uralte Software gepflegt. Leider gibt es auch ein Jahr nach der letzten Runde immer noch keinen funktionierenden Treiber für meinen Intel 5100 AGN (Shiloh) WLAN-Chip, aber es liegt ja auch schon seit einem Jahr ein LAN-Kabel bereit.

Antwort von DHL

Nun gab es endlich eine Antwort von DHL - eine freundliche Email, in der  die Mitarbeiterin ihr Bedauern über die Unannehmlicheiten und die verspätete Antwort zum Ausdruck bringt. Die Verantwortlichen des Zustellbereiches (offenbar des meinen) seien unter einer ganannten Vorgangsnummer informiert worden, um sicherzustellen, dass bei mir künftig wieder korrekt zugestellt werde. Leider wurde nicht darauf eingegangen, dass ich längst nicht der einzige bin, der von dieser Art Probleme bereichtet hat, aber das wäre vermutlich auch zu viel erwartet gewesen.

Nun ist es an der Zeit, sie an ihren Taten zu messen, man wird sehen :)